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Der Weg der Federal Reserve zu höheren Zinsen

Die Federal Reserve wird die Non-Farm-Gehaltsabrechnungen in diesem Monat genau analysieren.

Die Fed plant, mit ihrer Schuldensenkung voranzuschreiten, aber die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen scheint zu schwinden. Deshalb wird der Arbeitsmarktbericht dieses Monates umso wichtiger, um zu verstehen, welchen Weg die Fed im September beschreiten wird.

Während des August wird versucht herauszufinden, ob die Fed von der schwachen Inflation oder der geringen Arbeitslosigkeit getrieben wird.

Man kann den Arbeitsmarkt nicht als überheizt bezeichnen und bei stagnierendem Lohnzuwachs wird das Inflationswachstum schwach bleiben. Die Mitglieder der Zentralbank halten den Arbeitsmarkt jedoch für stark genug, um eine Zinserhöhung zu überstehen. Die Arbeitslosenquote von 4.4% liegt unter dem Mediumwert der Bank für eine natürliche Arbeitslosigkeit von 4.7%.

Die Fed ist meistens zu optimistisch und erreicht seit Jahren ihre eigenen Prognosen nicht, wobei die Arbeitslosenquote dabei keine Ausnahme bildet.

Die Mitglieder glauben, dass die Arbeitslosigkeit in diesem Jahr stabil bleibt. Wenn die Non-Farm-Gehaltsabrechnungen wie erwartet bei 180.000 liegen werden, wird dies dem Jahresdurchschnitt von 187.000 ziemlich nahe kommen. Die Fed argumentiert, dass ein Wachstum dieser Art die natürliche Arbeitslosigkeit übertrifft und die Inflation näher auf das Ziel von 2% hebt.

Das ist jedoch naiv. Die Arbeitslosigkeit ist mittlerweile schon länger sehr niedrig, ohne jedoch das Lohnwachstum anzukurbeln. Die stagnierenden Löhne haben die Inflation ebenfalls niedrig gehalten. Der Grund dafür? Die Erwerbsbeteiligung. Viele, die arbeiten können, wollen dies nicht, und daher ist die Arbeitslosenrate verzerrt, denn der Arbeitsmarkt ist trotz der guten Zahlen schwach.

Wenn die Arbeitslosigkeit jedoch in die Region von 4.3% fällt, wird die Fed mit einer Zinserhöhung reagieren, da sie denkt, der überhitzte Arbeitsmarkt brauche eine Abkühlung.

Die Fed kann jedoch nicht das beharrlich niedrige Lohnwachstum ignorieren. Wenn der Bericht für den Juli wieder eine schwache Lohnexpansion erwähnt, könnte die Fed ihre Marke für die natürliche Arbeitslosigkeit nach unten korrigieren und bis 2018 keine weiteren Zinserhöhungen vornehmen.

Adrienne Murphy – Chief Market Analyst, Avatradeavatrade bonus jetzt

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