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Die Debatte über den Brexit und die Inflation

Die Inflation in Großbritannien bleibt bei 2.6% stabil, wobei die Verbraucherinflation um 2.6% gestiegen ist, was etwas unter den Erwartungen lag, während die Kerninflation um 2.4% zugelegt hat und wieder das Ziel von 2.5% verfehlte. Wenn man bedenkt, dass die Inflation „die Erwartungen von Ökonomen nicht übertroffen hat“, haben wir das Gefühl, dass Mark Carney, Vorsitzender der Bank of England, sich nicht beeilen wird, weitere Stimulierungsmaßnahmen einzuführen. Die optimistischen Töne der Mitglieder der Bank of England scheinen nun etwas plausibler.

Wie viele andere Zentralbanken auch, zielt die Bank of England auf eine Inflation von 2% und man könnte spekulieren, dass die schwache Inflationsanhebung großer Zentralbanken, wie in den USA und Europa, vielleicht einer Zielmarke von über 2% bedarf. Wir können weiterhin darüber spekulieren, was die BOE in den kommenden Monaten tun und ob sie die Inflation aufgrund des Brexit begrenzen wird. Die optimistische Stimmung zeigt jedoch, dass der Stärke des Sterlings der Vorrang gegeben wird.

Warum wächst die Inflation in Großbritannien und nicht so sehr bei anderen großen Zentralbanken? Der offensichtliche Grund dafür könnte die Schwäche des Sterlings nach der Brexit-Abstimmung sein und die darauf folgende Lockerung der Geldpolitik. Vielleicht nutzen Anleger die Vorteile des Sterlings, aber wenn Banken ihre Niederlassungen in London verlassen, könnte es zu einer Verringerung des Kapitalflusses kommen, die den Sterling auf den niedrigen Niveaus halten wird. Es wird interessant zu sehen, wie sich das ausspielt.

Zusätzlich scheinen die geopolitischen Spannungen abzunehmen. Um das zu bemerken, muss man sich nicht die Aussagen aus Pjöngjang oder Washington anhören, sondern kann einfach beobachten, wie der Dollar gegenüber dem Schweizer Franken oder dem japanischen Yen verläuft. Auch die europäischen Aktien sind am Dienstag weiter gestiegen, da die Spannungen abgenommen haben. Vielleicht werden sich die Märkte nun wieder der Geldpolitik zuwenden, nachdem diese in letzter Zeit von geopolitischen Faktoren überschattet war.

By, Ian Kelly – Marktanalytiker, Avatrade

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