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Einführung in den Devisenmarkt

Der Devisenmarkt, auch FX- oder Forex genannt, ist der größte und am meisten gehandelte Finanzmarkt der Welt.

Der Devisenmarkt ist auf ein tägliches Handelsvolumen von über 5 Billionen USD gewachsen, das heißt, er ist über 200-mal größer als die New York Stock Exchange.

In der Vergangenheit waren große Zentralbanken, internationale Firmen und große Finanzinstitute die Hauptakteure am Devisenmarkt.

Diese Organisationen sind zwar nach wie vor die Hauptakteure am Markt, doch durch die wachsende Anzahl von Onlinebrokern und die neuen Technologien ist es heute auch Privatanlegern möglich, auf diesen Markt zuzugreifen und Seite an Seite mit den großen Akteuren zu handeln.

Advantages of Trading Forex

1. Liquidität

Der Devisenmarkt ist für Privatanleger sehr attraktiv, da er sehr liquide ist. Ein liquider Markt heißt, dass es sehr viele Käufer und Verkäufer gibt, wodurch Handelsgeschäfte – sowohl Käufe als auch Verkäufe – schnell und zu jeder Zeit innerhalb der Börsenzeiten ausgeführt werden können.

2. Fortlaufender Betrieb

Der Devisenmarkt ist rund um die Uhr an 5 Tagen die Woche geöffnet, das heißt, Handel können zu jeder Zeit am Tag abgeschlossen werden, wodurch sich der Markt von anderen Märkten wie für Rohstoffe und Aktien unterscheidet. Das größte Handelsvolumen wird für gewöhnlich erreicht, wenn die verschiedenen globalen Märkte im Verlauf eines Tages öffnen – beginnend mit Sydney, dann Tokio, dann London und zuletzt New York.

3. Leverage

Aufgrund des hohen Liquiditäts-Niveaus an den Devisenmärkten bieten die meisten Broker dort ein höheres Leverage als an anderen Märkten. Damit werden wir uns an anderer Stelle noch näher beschäftigen. Das Grundkonzept ist, dass ein Händler nur einen kleinen Anteil des Gesamtpreises der Position benötigt. Wenn wir zum Beispiel eine Leverage von 200:1 haben und 500 EUR, die wir anlegen möchten, könnten wir eine Position von 100.000 EUR öffnen.

Kleinere Veränderungen des Kurses einer Währung wirken sich daher wesentlich stärker aus, was auch bei kleinen Investitionen schon zu höheren Gewinnen führen kann. Leverage funktioniert aber in beide Richtungen – auch der Verlust kann um ein Vielfaches höher sein.

4. Geringes Einstiegsniveau

Aufgrund des hohen Leverage ist es möglich, schon mit nur 100 EUR ein Konto bei einem Devisenhändler zu eröffnen. Dieses Einstiegsniveau liegt deutlich unter dem für andere Anlagetypen.

5. Geringe Transaktionskosten

Devisenhändler erzielen Gewinn aus der Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis. Diese Differenz bezeichnet man als Spread. Angesichts der hohen Handelsvolumen ist diese Gebühr gering im Vergleich zu den Gebühren, die beispielsweise herkömmliche Aktienbroker erheben.

6. Keine Marktmanipulationen

Da der Markt so groß ist, ist es nicht möglich, dass ein einzelner Großakteur den Devisenmarkt in eine Ecke drängen oder manipulieren kann. Im Unterschied zu anderen, kleineren Märkten, auf denen ein großes Institut den Preis durch Platzieren einer großen Order beeinflussen kann, ist der Devisenmarkt so groß, dass sich so etwas nicht so stark auswirken wird. Regierungsentscheidungen, Richtlinien und Berichte sowie andere globale Schlagzeilen sind die wahrscheinlichsten Verursacher großer Bewegungen.

Teilnahme am Devisenmarkt

Viele von uns haben bereits am Devisenmarkt teilgenommen, wenn sie in ein Land gereist sind, das eine andere Währung als unser eigenes Land hat. Wir alle kennen die Geldwechselschalter, an denen die Wechselkurse verschiedener Währungen auf einer digitalen Tafel angezeigt werden.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass wir aus Großbritannien in Urlaub in die USA fahren und der angebotene Wechselkurs beträgt 1 GBP für 1,5 US-Dollar. Dies entspricht 1 USD für 67 Pence.

Wir wollen 1.000 GBP gegen 1.500 USD tauschen.

Nehmen wir nun an, wir haben nicht unsere gesamten 1.500 USD ausgegeben und haben eine Woche später bei unserer Rückkehr nach Deutschland noch 500 USD übrig. Der Wechselkurs hat sich inzwischen geändert und beträgt nun 1 GBP für 1 USD 25 Cent. Dies entspricht 1 USD für 80 Pence.

Das bedeutet, dass der US-Dollar in der Zwischenzeit gegenüber dem Britischen Pfund aufgewertet wurde. Wir wechseln nun also unsere 500 USD zu einem Kurs von 1 USD gegen 80 Eurocent zurück in GBP und bekommen 400 GBP zurück. Wir bekommen nun mehr Pfund für unsere US-Dollar.

Damit haben wir gerade einen Gewinn am Devisenmarkt erzielt.

Was wird gehandelt?

Die Währung eines Landes spiegelt unmittelbar wider, wie der Markt über die aktuelle und zukünftige Gesundheit seiner Wirtschaft denkt. Eine sich in der Rezession befindende, stagnierende Wirtschaft führt zu einer schwachen Währung, während eine sich im Aufschwung befindende, steigende Konjunktur zu einer starken Währung führt. Daher spekulieren wir über die Stärke bzw. Schwäche einer Wirtschaft oder eines Landes gegenüber einer/m anderen.

Haupt- und Nebenwährungen

Beim Devisenhandel werden Währungen durch dreistellige Kürzel dargestellt. So ist der Euro der EUR, der US-Dollar der USD, der japanische Yen der JPY, das britische Pfund Sterling das GBP und so weiter. Währungen werden für gewöhnlich in zwei Kategorien unterteilt: Hauptwährungen und Nebenwährungen.

Wie Sie wahrscheinlich schon ahnen, sind die Hauptwährungen die Währungen der größten Volkswirtschaften der Welt: USA, Japan, Großbritannien, Euroraum, Kanada, Australien, Schweiz und Neuseeland.

Es fällt auf, dass der chinesische Yuan fehlt. Das liegt daran, dass der Handel mit dieser Währung von der chinesischen beschränkt wird. Die Hauptwährungen werden am weitaus häufigsten gehandelt und machen circa 90 % des Devisenmarkts aus.

Nebenwährungen bzw. exotische Währungen werden so genannt, da sie die Währungen weniger bedeutender oder aufstrebender Volkswirtschaften sind, darunter der Hongkong-Dollar, mexikanische Peso, Schwedische Kronen, Ungarische Forint. Sie werden in kleinerem Umfang gehandelt als Hauptwährungen. Oft liegen auch die Handelskosten für diese Währungen weit über denen für Hauptwährungen, da sie illiquide sind.
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Quelle Avatrade

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