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Einführung in den Handel an Finanzmärkten (2)

Short Selling bzw. Leerverkäufe haben wir bereits mehrfach im ersten Artikel erwähnt. Nun zu den zwei Möglichkeiten, ein Finanzinstrument zu handeln.

Leerverkäufe:

Der Ausdruck „Short Selling“ oder „Leerverkäufe“ ist für Neueinsteiger oft verwirrend. Durch Leerverkäufe können Händler von einem Kursverlust eines Instruments profitieren. Aber wie können wir einen Vermögenswert verkaufen, den wir nicht besitzen? Die Antwort: Wir leihen ihn.

Long Positions:

In der Sprache der Händler spricht man von einer „Long Position“, wenn man ein Instrument kauft. Long Positions sind ein Konzept, mit dem alle neuen Händler vertraut sein sollten. Wir alle kennen den Ausdruck: „Günstig kaufen und teuer verkaufen“. Genau das tun wir. Wenn wir kaufen oder Long Positions eingehen, wollen wir, dass das Instrument im Wert steigt. Wenn wir also 1 Anteil für 5 EUR kaufen und für 6 EUR verkaufen, haben wir 1 EUR Gewinn gemacht – soweit ganz einfach.

Am besten lässt sich dies anhand eines Beispiels erklären:

Sagen wir, die Aktie von Apple wird derzeit zu 500 USD je Anteil gehandelt, und wir glauben, dass der Kurs der Apple-Aktien in Zukunft auf 400 USD je Anteil sinken wird. Wir möchten von diesem Kursverlust profitieren und sind bereit, 1 Anteil zu verkaufen, damit wir 100 USD bei diesem Handel verdienen, wenn der Kurs auf dieses Niveau sinken sollte.

Nehmen wir an, John besitzt einen Anteil an Apple und ist bereit, diese Aktie zu halten, da er langfristig investiert oder glaubt, dass die Aktie an Wert steigen wird. Wir sprechen John an und fragen ihn, ob er uns seine Aktie leihen würde, wenn wir sie ihm zu einem späteren Zeitpunkt zurückgeben. John ist einverstanden.

Sofort verkaufen wir die Aktie, die uns John gegeben hat, zum aktuellen Marktpreis von 500 USD. Es stellt sich heraus, dass wir recht hatten, und der Kurs von Apple sinkt in der nächsten Woche auf 400 USD je Anteil. Jetzt können wir die eine Apple-Aktie, die wir für 500 USD verkauft haben, zum neuen Kurs von 400 USD zurückkaufen. Wir geben John seine Aktie zurück und behalten den Gewinn von 100 USD.

Vielleicht halten Sie das jetzt für zu kompliziert für Einsteiger. Aber da wir mit CFDs und Futures handeln, wird es uns so leicht wie möglich gemacht. Wir müssen nicht erst jemanden finden, der auf der anderen Seite der Transaktion steht (d. h. John) und uns seine Aktie leiht. Unser Broker arrangiert das problemlos für uns und wir müssen nichts anderes tun, als auf die Schaltfläche VERKAUFEN zu klicken, wenn wir glauben, dass das Instrument an Wert verlieren wird, oder auf KAUFEN zu klicken, wenn wir glauben, dass es an Wert gewinnen wird.

Die Handelsplattform

Seit dem Siegeszug des Internets sind die Finanzmärkte für Privathändler wesentlich leichter zugänglich. Heute kann man über Onlinebroker (wie AVA Trade) Handelspositionen mit diesen Finanzinstrumenten über eine Handelsplattform öffnen und schließen, die der Broker anbietet.

Mittlerweile bieten Broker auch Plattformen für Tablets und Apps für Smartphones an, damit Händler immer und überall auf ihr Handelskonto zugreifen können, wo es eine Internetverbindung gibt.

Unsere Handelsplattform besteht aus allen aktuellen Kursen der verschiedenen Instrumente, mit denen wir handeln können, ihren jeweiligen Charts, die ihre Preisveränderungen im Verlauf der Zeit zeigen, und der Möglichkeit, ein Instrument per Mausklick zu kaufen oder zu verkaufen. Wir können auch die Größe der Position wählen, die wir kaufen oder verkaufen wollen, und Preisniveaus festlegen, bei deren Erreichen unsere Positionen automatisch geöffnet oder geschlossen werden sollen.

Demokonten

Bei den meisten Brokern haben wir die Möglichkeit, ein Demo- oder Übungshandelskonto zu eröffnen, ehe wir ein echtes Konto eröffnen. Ein Demokonto sollte die meisten Funktionen anbieten, die auch ein Live-Konto anbietet, und vor allem die korrekten Live-Preise anzeigen. Es ist sehr wichtig, sich zunächst mit der Handelsplattform vertraut zu machen, damit man danach sicher genug ist, um mit einem Live-Konto zu handeln.

Handelskosten – der Spread

Die Kosten für die Platzierung eines Handels über unseren Broker werden Spread genannt. Unser Broker erhält einen Spread dafür, dass er uns seine Handelsplattform, Software und den Zugang zum Markt zur Verfügung stellt. Alle Instrumente werden unter zwei leicht voneinander abweichenden Preisen gelistet, je nachdem, ob wir das Instrument kaufen oder verkaufen. Wenn wir ein Instrument verkaufen wollen, wird uns ein Preis angeboten, und wenn wir kaufen wollen, wird uns ein anderer, etwas höherer Preis angeboten.

Der Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis ist der Spread. Der Spread ist normalerweise nur ein kleiner Unterschied, aber die Kosten, die uns als Händler entstehen, hängen von der Größe unserer Position ab. Größere Positionen bedeuten auch einen höheren Geldbetrag. Wir werden später noch einmal ausführlicher über Spreads sprechen. Jetzt aber soll es uns genügen zu wissen, dass es sich dabei um die Kosten für die Platzierung eines Handels handelt.

Startkapital

Aufgrund des hohen Leverage-Niveaus, das verschiedene Finanzinstrumente bieten, brauchen wir kein hohes Startkapital, um in den Handel einzusteigen. Bei den meisten Brokern kann man ein Handelskonto bereits mit einem Startkapital von 100 EUR/USD oder GBP eröffnen, obwohl die meisten Händler mit ein paar Tausend einsteigen, damit Sie die Volatilität bestimmter Märkte abfangen können.

Leverage bedeutet im Wesentlichen, dass unser Broker uns das Geld leiht, um größere Positionen zu handeln, und wir nur einen kleinen Teil der Anlage als Sicherheit zurücklegen müssen, die als Mindestmarge bezeichnet wird. Durch Leverage können wir größere Positionen öffnen, obwohl wir nur einen relativ kleinen Kapitalbetrag (oder eine geringe Marge) einsetzen. Das bedeutet, dass wir viel höhere Gewinne, aber auch viel größere Verluste machen können.

Wenn wir also zum Beispiel 100 EUR einsetzen, können wir eine Kaufkraft von 20.000 EUR für ein Instrument erreichen, wenn das angebotene Leverage 200:1 beträgt. Für unterschiedliche Anlageinstrumente gelten oft auch unterschiedliche Leverageniveaus, je nachdem, wie liquide der jeweilige Markt ist.

Leverage ist ein wichtiges Handelskonzept, das wir in einem anderen Artikel noch genauer erklären werden.

Wo soll ich anfangen?

Um ein erfolgreicher Händler zu werden, sei es in Vollzeit oder in Teilzeit, sollte man unbedingt Zeit in die eigene Weiterbildung investieren.

Fahren Sie mit dem Lesen der Einsteigerartikel fort, damit Sie die Grundlagen verstehen, sehen Sie sich die Einsteigervideoinhalte an, um einige erste technische und grundlegende Konzepte kennenzulernen, und beginnen Sie, mit Ihrem Demohandelskonto zu üben.

Es ist wichtig, dass Sie Charts lesen können und ein gutes Verständnis dafür bekommen, welche wirtschaftlichen, politischen und sozialen Faktoren die Instrumente bewegen. Diese beiden Elemente bezeichnet man als technische Analyse und Fundamentalanalyse. Beide werden in unserem Bereich für Einsteigervideos noch ausführlicher behandelt.

Also: Beginnen Sie zu lernen und viel Erfolg beim Handeln!

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