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Einführung in den Handel an Finanzmärkten

Wenn Sie neu im Handel an Finanzmärkten sind, ist Ihre erste Frage sicher:

Wo soll ich nur anfangen?

Viele Neueinsteiger fühlen sich schnell überfordert von der Schwemme an Informationen, wenn sie ihr Demohandelskonto zum ersten Mal öffnen, und sind versucht, den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun. Doch es ist wichtig, zunächst die Grundlagen des Handels zu verstehen. In diesem zweiteiligen Artikel beschäftigen wir uns mit den wichtigsten Merkmalen des Handels, den verschiedenen Finanzinstrumenten, die gehandelt werden können, den Konzept des Long und Short Selling, Handelsplattformen, Startkapital und wie Sie zum erfolgreichen Händler werden können.

Was ist der Unterschied zwischen Investieren und Handeln?

Investieren und Handeln sind zwei unterschiedliche Möglichkeiten, Gewinn am Finanzmarkt zu erzielen. Viele, für die die Welt der Finanzen Neuland ist, verstehen zunächst nicht den Unterschied zwischen den beiden Methoden. Im Nachfolgenden erklären wir, was mit beiden gemeint ist.

Investieren

Ziel eines Anlegers ist es, sein Nettovermögen schrittweise durch Kaufen und Halten eines Portfolios an Aktien, Anleihen, Fonds und anderen Anlageinstrumenten zu mehren.

Investitionen werden oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte gehalten. Anleger profitieren in dieser Zeit von bestimmten Zulagen wie Dividendenzahlungen, Couponzahlungen und/oder Zinsen. Fallen die Märkte im Wert, behalten viele Anleger ihre Anlagen trotzdem, da sie darauf hoffen, dass sich der Kurs wieder erholen wird. Anleger betrachten daher den langfristigen Wert ihrer Investitionen. Für sie ist es nicht so wichtig, wie stark die täglichen Kursschwankungen am Markt sind.

Anleger sind im physischen Besitz der Instrumente, die sie gekauft haben. Wenn ein Anleger beispielsweise Aktien eines Unternehmens kauft, gehört ihm ein physischer Teil dieses Unternehmens und er erhält eine Besitzurkunde. Ein Aktionär kann gewisse Vorrechte wie Stimmrechte bei bestimmten Vorhaben des Unternehmens haben sowie von Dividenden auf Gewinne profitieren.

Handeln

Handeln ist dagegen der häufigere Kauf und Verkauf von Finanzinstrumenten mit dem Ziel, bessere Ergebnisse als Investitionen zu erzielen, die man nur kauft und über lange Zeit hält. Der Anlagewert, der dem Instrument zugrunde liegt, ist nicht im Besitz des Händlers, daher spekulieren Händler nur über die Kurs- bzw. Preisveränderung.

Händler können deshalb von sinkenden Marktkursen, aber auch von steigenden Marktkursen profitieren. Ein Händler kann einen Vermögenswert ebenso kaufen wie ein Anleger, doch Händler können ein Anlageinstrument auch verkaufen, ohne dieses zu besitzen. Man nennt dies Short Selling oder auch Leerverkäufe. Genau das macht Handeln für viele Menschen so attraktiv. Es ist wichtig, das grundlegende Konzept und den Hauptgrund zu verstehen, warum Händler bessere Ergebnisse als Anleger erzielen können, die Titel nur kaufen und halten. (Kauf und Verkauf werden wir an späterer Stelle genauer erklären.)

Während Anleger oft mit jährlichen Renditen von bis zu 15 %, je nach dem Risiko der Investition, zufrieden sind, wollen einige Händler Renditen erzielen, die ein Vielfaches davon betragen, da sie durch Leerverkäufe sowohl von Kursverlusten als auch von Kursanstiegen am Markt profitieren können.

Ein Händler kann eine Position nur für wenige Sekunden, aber auch über Jahre halten. Welches Zeitfenster gewählt wird, liegt ganz allein beim Händler und hängt mit dessen Zielen, Konto, Risikoprofil und der Zeit zusammen, die er sich dem Handel widmen kann. Beim Handeln muss man in größerem Umfang selbst tätig werden und regelmäßig die Marktbedingungen bewerten, wenn offene Positionen bestehen.

Was kann gehandelt werden?

Ein Finanzinstrument ist ein handelbarer Vermögenswert jeden Typs, d. h. ein Vermögenswert, den man zu einem Geldwert auf einem Finanzmarkt kaufen und verkaufen kann.

Beispiele für Finanzinstrumente sind Währungspaare (d. h. der Devisen-/Fremdwährungsmarkt), Rohstoffe, Aktienindizes und die Aktien von Unternehmen (auch als Anteile bezeichnet).

Da wir als Händler diese Vermögenswerte nicht besitzen, wenn wir damit handeln, spekulieren wir über den Preis von Futures auf Währungsinstrumente und Differenzkontrakten (Contracts for Difference, CFDs) auf Aktien, Rohstoffe und Aktienindizes.

Der Preis dieser Kontrakte hängt direkt mit dem Preis des zugrunde liegenden Anlageinstruments zusammen. Daher ist jede Veränderung des Preises für den physischen Vermögenswert auch mit einer entsprechenden Veränderung des Preises für den Kontrakt verbunden.

Wir handeln Futures und CFDs vor allem, weil sie so einfach gehandelt werden können und kosteneffizient sind. Wenn wir beispielsweise einen Anteil an einem Unternehmen physisch besitzen würden, müssten wir auch für zusätzliche Kosten wie die Stempelsteuer in manchen Ländern aufkommen. Für Futures und CFDs fallen keine solchen Kosten an (über die mit diesen Instrumenten verbundenen Kosten sprechen wir an späterer Stelle). CFDs können auch über Leerverkäufe gehandelt werden. Bei anderen Anlageinstrumenten ist dies verboten.

Lesen Sie unseren nächsten Einsteigerartikel, in dem wir die Konzepte Long und Short Selling, Handelsplattformen und Handelskosten erklären und darüber sprechen, was für den Erfolg notwendig ist.

Adrienne Murphy – Chief Market Analyst, Avatrade

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