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Mario lässt den Deckel drauf, Fed-Sitzungsprotokoll im Rampenlicht

Vielleicht kann die Fed eine Zinserhöhung trotz schwacher Inflation rechtfertigen, aber die EZB wird sich nicht einzig auf die Inflation konzentrieren. Die Arbeitslosigkeit in der Eurozone fällt weiterhin und Anleger wünschen sich weitere Informationen über eine monetäre Straffung.

Mario Draghi, der Präsident der EZB, besteht darauf, dass keine Straffung stattfinden wird und die Zentralbank bereit ist, wenn nötig weitere Stimulierungsmaßnahmen zu ergreifen. Warum scheint jedoch die Fed eine Normalisierung anzustreben, während die EZB weniger Wert darauf zu legen scheint?

Der Grund dafür sind Erwartungen – europäische Akteure möchten wissen, dass die EZB bereit ist, „alle notwendigen Maßnahmen“ zu ergreifen, um die Inflation auf 2% zu bringen.

Deshalb werden EZB-Mitglieder bereit sein einzuschreiten, wenn die Inflation negativ wird. Natürlich spielen Erwartungen bei der Fed ebenfalls eine Rolle, besonders nach der Krise, und sie sind bei der Prognose sehr wichtig. Die Aussage der Analysten ist klar, man wartet auf aktuelle Daten, nicht nur tägliche Bewegungen, sondern wie die Zentralbank diese wahrnimmt und auf diese reagiert.

Zum Leidwesen europäischer Trader wird Mario Draghi bei der Jackson Hole Konferenz nicht über seine Politk sprechen, denn ein Sprecher der EZB sagte, dass solche Themen bis zum Herbst nicht angesprochen werden. Anleger sollten sich auf die Inflationsdaten konzentrieren, die am Donnerstag veröffentlicht werden, wobei gute Zahlen für eine Straffung im September sprechen würden.

Die US-Einzelhandelsverkäufe übertrafen die Erwartungen und haben den Mix aus positiven und negativen Daten nicht für eine der beiden entschieden: Die Arbeitsmarktdaten sind positiv, während die Inflation weiterhin schwach ist, aber das ist nun auch nichts Neues.

Janet Yellen wird die Einzelhandelsdaten möglicherweise nicht zu ihrem politischen Auftrag zählen, aber sie erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines lebhaften Treffens im Dezember. Heute stehen die Bau- und Immobiliendaten im Vordergrund, wobei starke Zahlen für den Greenback bullisch wären. Die Fed wird die Sitzungsprotokolle des letzten FOMC-Treffens veröffentlichen, was Investoren ermöglicht, einen Einblick in die Diskussionen über die zukünftige Politik zu erhalten. Die Fed möchte ihre gehaltenen Anleihen „relativ bald“ abbauen und Anleger hätten gerne mehr Klarheit über diese Aussage, wenn die Protokolle zugänglich werden.

By, Ian Kelly – Marktanalytiker, Avatrade

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