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Was bewegt Gold in 2017?

Aktien, Anleihen und Gold sind 2017 gestiegen.

Normalerweise fallen die Goldpreise sowie die Preise von Schatzbriefen, wenn Aktien steigen. In den letzten sechs Monaten ist diese inverse Korrelation abgeklungen, was auf Probleme hindeuten könnte.

Die Börsen befinden knapp unter ihren Rekordhochs und Gold steigt trotzdem.

Vielleicht steht der US-Dollar in einer stärkeren inversen Korrelation mit dem Edelmetall und Anleger sollten stattdessen mehr auf das Währungspaar achten.

In diesem Jahr ist der Dollar stetig gefallen und hat sich stark an der Federal Reserve und den Dramen in Washington orientiert.

Gold wiederum wurde in letzter Zeit von Kommentaren der Fed heruntergezogen, laut deren in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung stattfinden wird. In der letzten Woche ist das Edelmetall zum zweiten Mal auf Wochenbasis gefallen, da Investoren die Erhöhung der Zinsen einpreisten.

Spekulative Investoren haben sich ebenfalls aus dem Edelmetall zurückgezogen und ihre netto Long-Positionen reduziert, bereits schon vor dem Treffen der Fed am Freitag.

Die Zinserhöhung der letzten Woche wurde zwar erwartet, aber es war erstaunlich, wie aggressiv die Fed-Aussage war, denn die Entscheidungsträger waren davon überzeugt, dass die US-Wirtschaft in der Lage sein wird, trotz langsamer Inflation eine Straffung der Geldpolitik zu unterstützen.

Am Montag begann der zweijährige Scheidungsprozess zwischen Großbritannien und der EU. Die Nachfrage nach Gold könnte im Laufe der Verhandlungen zunehmen, wenn die Unsicherheit des Brexit-Prozesses die Anleger nervös macht.

Die Rally in den Aktienmärkten könnte darauf schließen lassen, dass Investoren riskantere Assets bevorzugen. Zum Vergleich kann man sich auch andere Sichere-Hafen-Assets anschauen – der japanische Yen und der Schweizer Franken wurden beide in diesem Jahr schwächer, was bedeuten könnte, dass Anleger trotz der vielen geopolitischen Risiken bereit, sind höhere Risiken einzugehen.

Von Adrienne Murphy – Chief Market Analyst, Avatrade

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